Phänomenaler Bundessieg bei Jugend forscht
Der lange Weg zum Bundessieg bei Jugend forscht in der Sparte Geo- und Raumwissen-schaften führte für Leon Heinisch und Alexander Leukert über den Regionalwettbewerb und Landeswettbewerb, wo sie jeweils einen ersten Platz belegten.
In ihrer Forschungsarbeit, die sie völlig selbständig und neben den Vorbereitungen auf das Abitur betrieben, gingen sie der Frage nach, wie sich Satelliten zwischen einem Planeten und seinen Monden verhalten. Sie begaben sich mit ihren Berechnungen auf mathematisches Terrain, das weit über den Schulstoff hinausgeht, und programmierten eine anschauliche Simulation des berechneten Verhaltens der Himmelskörper.
Beim 61. Bundeswettbwerb Jugend forscht wurden in diesem Jahr Preise in den Kategorien Chemie, Physik, Biologie und Mathematik/Informatik vergeben sowie in den Bereichen Geo- und Raumwissenschaft, Arbeitswelt und Technik. Des weiteren gab es fachgebietsübergreifende Preise.
Das Projekt von Leon und Alexander wird in der von der Broschüre, die anläßlich der Preisverleihung am 31. Mai erschien, wie folgt beschrieben:
STABILE SATELLITENBAHNEN GESUCHT
"Dynamik zeitabhängiger Gleichgewichte im modifizierten Fünfkörperproblem"
Lassen sich die Bahnen von Satelliten zwischen einem Planeten und seinen Monden vorhersagen? Die exakte Berechnung der Flugbahnen dreier sich gegenseitig anziehender Körper ist unmöglich – das sogenannte Dreikörperproblem. Dieses Phänomen fasziniert die Wissenschaft, da das Verständnis solcher Konstellationen für die Raumfahrt von hoher Bedeutung ist. Alexander Leukert und Leon Heinisch entwickelten ein eigenes mathematisches Modell zur Untersuchung von Satellitenbahnen. Sie analysierten ein Stern-Planet-Mond-System und untersuchten die Stabilität der Umlaufbahnen. Dabei entdeckten sie, dass in der Nähe bestimmter Punkte zwischen Planet und Monden kleine, geschlossene Bahnen möglich sind. Ob diese theoretischen Erkenntnisse einmal praktische Anwendung finden, ist allerdings offen.
Die Laudatio bei der Preisverleihung sparte nicht mit lobenden Worten:
"Mit beeindruckender systematischer Tiefe und mathematischer Präzision erarbeiteten Alexander Leukert und Leon Heinisch ein Forschungsprojekt auf höchstem wissenschaftlichen Niveau. Besonders hervorzuheben ist ihre wissenschaftliche Reife, mit der sie
nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Grenzen ihres Modells klar aufzeigten, reflektierten und nachvollziehbar machten. Eine herausragende Leistung."
Fotos: Copyright Stiftung Jugend forscht e.V.
Text: Stiftung Jugend forscht e. V.; M. Heistermann
