Krimi beim Schachturnier
Am 13.03.2026 war es soweit: Die württembergischen Meisterschaften im Schulschach fanden in Willsbach (bei Heilbronn) statt. Mit dabei waren: Eren Yücel, Elias Recher, Mark Dzivenko, Sami Abu Alia und Emil Niethammer (alle aus der Klasse 5c).
Zu Beginn gab es gleich den ersten Dämpfer: Der Zug, der eigentlich von Reutlingen direkt nach Heilbronn gehen sollte, stoppte ein paar Haltestellen davor. Den Anschlusszug verpasste man um eine Minute, also hieß es eine Stunde warten. Diese konnte man glücklicherweise mit einer Runde Uno-No Mercy gut überbrücken. Aber nicht genug, der Zug hatte dann noch 30 Minuten Verspätung, welche uns die erste Partie kostete. Gegen eine Schule aus Eppingen, 15 Minuten von Heilbronn entfernt konnte man nicht antreten, daher verlor man 4:0.
Davon ließ man sich aber nicht aufhalten - gegen eine Schule nahe Heidenheim ging es gut los. Eren gewann sein Spiel an Brett 1 sehr schnell. Dank der Regel, dass man nach zwei Fehlzügen die Partie gewann, gewann Elias auch relativ zügig. Emil hatte dann an Brett 4 leider das Nachsehen, er verlor. Sami hatte glücklicherweise an Brett 3 schnell die Überhand in seinem Spiel und konnte mit Dame und König mattsetzten, ein glücklicher Beweis für mich, dass die Schüler im Theorieteil der Schach-AG auch etwas lernen. Man hatte die Anfangsniederlage somit punktemäßig ausgleichen.
Im dritten Spiel ging es dann gegen eine Schule aus Friedrichshafen ran. Dort zeigte sich auch schnell wo der Hammer hängt. An Brett 3 und 4 verlor man zügig, Elias verlor wegen zwei Fehlzügen. Eren hielt am längsten durch, hatte am Ende auch das Nachsehen. Man konnte die hohe 0:4 Niederlage aber damit erklären, dass an mindestens einem Brett ein Vereinsspieler saß.
Zu dem vierten Spiel kann ich leider nicht viel außer dem Endstand sagen, irgendjemand muss ja den Döner zum Mittagessen holen. Gegen eine Schule aus Korntal-Münchingen verlor man 0:4. Damit stand man zwischenzeitlich auf dem letzten Platz.
Daran änderte leider auch ein Spiel gegen eine Schule aus Stuttgart leider nichts. Überall sah es schlecht aus, man wurde schnell schachmatt gesetzt. Ein anderes Ende holte Elias an Brett 2. Er verlor- dreimal dürft ihr raten- wegen zwei Fehlzügen. Doch plötzlich sah es anders aus. An Brett 1 stellte Erens Gegner eine Dame und kurz darauf auch das Spiel ein. Ein kleiner Schimmer, allerdings war da die Niederlage schon klar.
Jetzt hatte man allerdings hintereinander gegen die späteren topp 3 gespielt, jetzt kamen etwas schwächere Gegner. Das zeigte sich auch gegen eine Schule aus Ehingen (irgendwo auf der Alp). Am Anfang sah es denkbar schlecht aus, Mark verlor schnell. Das hielt aber Emil, Sami und Eren nicht vom Gewinnen ab. Prompt fuhren sie einen Sieg nach dem anderen ein, man gewann 3:1.
Jetzt, vor der letzten Runde stand man auf Platz 6, das wollte man verbessern. Doch dann war das ein Krimi gegen eine Schule aus Ostfildern(südöstlich von Stuttgart). Eren verlor gegen eine abgewandelte Version seiner Lieblingsvariante(Schäfermatt) nach ca. einer Minute. Davon ließ sich Elias aber nicht beeindrucken. Sein Spiel endete ausnahmsweise mal nicht wegen zwei Fehlzügen, sondern in einem schön herausgespielten Matt von ihm.
Auch Sami gewann, dank eines fatalen Fehlers seines Gegners. Der Gegner stellte seine Dame ein, bemerkte dies aber NACHDEM er die Figur losgelassen hatte und wollte den Zug zurücknehmen. Der Schiedsrichter wurde eingeschaltet und erklärte den Zug für abgeschlossen, die Dame war weg. Das konnte Sami auch schnell zu einem Sieg umwandeln. Nun stand es 2:1 zugunsten von uns. Alles hing nun an Mark an Brett 3. Doch allerdings hatte dieser eine Dame, zwei Türme und drei Bauern weniger. Die einzige Hoffnung war nun ein Patt, das heißt man ist am Zug, hat aber keine legale Zugmöglichkeit mehr. Mark opferte klug seinen letzten Bauern und nun hieß es hoffen. Glücklicherweise hatte sein Gegner Probleme beim Mattsetzen. Er übersah aber ein einzügiges Matt mindestens fünf Mal, und setzte am Ende tatsächlich Patt. Das hieß ein 2,5:1,5-Sieg für das IKG und man sprang auf Platz 5.
Auf der Rückfahrt verlief glücklicherweise alles reibungslos, insgesamt war es ein sehr schöner Tag. Danke auch an Herr Eil, der eine tolle Begleitperson war!
Georg Gaiser
