Lateintag 2026: Mit dem Fahrrad auf den Spuren der Römer
Am Donnerstag den 23. Juli machten sich die Lateinschülerinnen und -schüler der Klassen 7, 8 und 9 auf den Weg zum diesjährigen Lateintag. Mit dem Fahrrad ging es von Reutlingen nach Tübingen – rund 30 Kilometer hin und zurück, um die Antike direkt vor der eigenen Haustür zu entdecken. Die Radtour führte die drei Gruppen zu verschiedenen Stationen. Den Auftakt bildete die Stauferstele in der Reutlinger Zeughausstraße. Dort übersetzten die Schülerinnen und Schüler die lateinische Inschrift und erfuhren mehr über die Geschichte der Stadt. Anschließend stand die Rekonstruktion eines römischen Grabmals auf dem Programm, dessen Original bei Kirchentellinsfurt gefunden wurde. Dabei erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die römische Besiedlung des Neckartals: Sie lernten etwas über den Totenkult der Römer sowie über den Straßenbau, der das Imperium verband. Zum Abschluss besuchten die Gruppen das Museum der Universität Tübingen (MUT). Mithilfe von Audioguides erkundeten sie die beeindruckende Abguss-Sammlung antiker Skulpturen. Im Mittelpunkt standen Reliefs zum Troja-Zyklus sowie die bewegende Geschichte von Orpheus und Eurydike, dem unglücklichen Liebespaar, das der Sage nach gleich zweimal durch den Tod getrennt wurde. Ein sportlicher und abwechslungsreicher Tag, der zeigte, dass man für ein e Reise in die Antike nicht weit fahren muss – manchmal genügt schon eine Fahrradtour, um Geschichte lebendig werden zu lassen.
Text und Fotografie: Giorgio Pacini
