Geographie-Exkursion: Vulkane und Gletscher
Am 25. Juni 2026 machten sich die Schülerinnen und Schüler des Leistungs- und Basisfachs Geographie des Isolde-Kurz-Gymnasiums sowie teilweise des Friedrich-List-Gymnasiums zu einer dreitägigen Exkursion auf. Die Ausflugsziele waren die Vulkanlandschaften im Hegau sowie der Rhonegletscher in der Schweiz. Diese Orte boten die perfekte Möglichkeit, die beiden abiturrelevanten Themen „Vulkanlandschaften“ und „Glaziallandschaften“ außerhalb des Schulbuchs direkt vor Ort zu erleben. Nach den ersten zwei Stunden Fahrt erreichten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften das Vulkangebiet im Hegau. Mehrere Stopps wurden an verschiedenen Orten eingelegt, um sich einen Überblick über die Landschaft zu verschaffen. Diese ist sowohl von vulkanischen Aktivitäten als auch von eiszeitlichen Gletschern geprägt. Es war beeindruckend, die Unterrichtsinhalte nun in greifbarer Nähe erleben zu können. Am Hohenstoffeln, einem ehemaligen Vulkan, konnten charakteristische Basaltsäulen entdeckt werden. Allgemein beeindruckte der ehemalige Vulkan durch seine markante Erhebung. Im Anschluss wurde der Hohentwiel bestiegen, auf dessen Gipfel eine Burgruine thront. Dort konnten trotz der großen Hitze vulkanische Bomben und Lapilli untersucht werden. Manche der Schülerinnen und Schüler nahmen sich sogar einen kleinen Lapilli als Andenken mit nach Hause.
Der restliche Teil der Busfahrt verging mit fröhlichen Gesprächen und einem Stopp an einem wunderschönen Zungenbeckensee. Anschließend wurde die Unterkunft, ein Pfadfinderheim, erreicht. Dort wurden zunächst die Zimmer eingeteilt, bevor das Kochteam sofort damit begann, für alle ein Abendessen zuzubereiten. Der erste erlebnisreiche Tag klang schließlich mit dem gemeinsamen Anschauen des Deutschlandspiels aus.
Das wahre Highlight der Exkursion war jedoch der Besuch des Rhonegletschers sowie dessen Besteigung am nächsten Tag. Voller Aufregung und Vorfreude waren alle Schülerinnen und Schüler bereits früh morgens auf den Beinen, und die Abreise konnte kaum erwartet werden. Über eine sehr kurvenreiche Straße, die der Busfahrer Eugen jedoch souverän meisterte, erreichten alle gegen Vormittag den Rhonegletscher. Vor Ort teilte sich die Gruppe auf. Während einige zunächst die zentralen Bestandteile der glazialen Serie im Ort Gletsch beobachteten und dokumentierten, machte sich die andere Gruppe auf den Weg, den Rhonegletscher aus nächster Nähe zu erleben. Mit unseren beiden Bergführern war es möglich, den Gletscher zu betreten. Dies hinterließ bei allen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck. Einen Gletscher aus nächster Nähe zu betrachten, führte eindrucksvoll vor Augen, wie wichtig und prägend er für die umliegenden Ökosysteme und Landschaften war und bis heute ist. Eine weitere erschreckende Beobachtung war der deutlich sichtbare Gletscherrückgang. Die enormen Mengen an Schmelzwasser sowie der erhebliche Längenverlust, der durch Bilder aus den vergangenen Jahren verdeutlicht wurde, zeigten eindrucksvoll die unmittelbaren Auswirkungen der
Klimaerwärmung im Hochgebirge. Nach diesem Tag voller Eindrücke kehrte die Gruppe erschöpft, aber begeistert in die Unterkunft zurück und verbrachte den Abend mit Spielen sowie dem Kennenlernen beziehungsweise dem weiteren Kennenlernen der anderen Teilnehmenden. Am nächsten Morgen hieß es schließlich aufräumen, packen und die Heimreise antreten. Auf dem Weg zurück nach Reutlingen legte die Gruppe noch einen Stopp am Rheinfall ein. Dieser gewaltige Wasserfall war trotz der heißen Temperaturen ein beeindruckender und wunderschöner Abschluss der Exkursion. Zurück in Reutlingen hatten die Schülerinnen und Schüler nicht nur neue Einblicke in das Fach Geographie und ein tieferes Verständnis für die Unterrichtsinhalte gewonnen, sondern auch neue Freundschaften geschlossen und viele schöne gemeinsame Momente erlebt.
Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass der Gruppenzusammenhalt während dieser drei Tage extrem gestärkt wurde und dass das Leistung Fachgeographie wenn man auch so coole Erfahrungen sammeln will nur zu empfehlen ist. Ein großes Dankeschön geht hiermit an Herr Gesterkamp, Herr Mahr und Frau Vögel für die Organisation und Mühe. Für viele wird diese Fahrt sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Autorin: Ella Eckstein (Jahrgangsstufe 1)
Fotos: Exkursionsteilnehmer*innen
